Mit seinen silbergrauen lanzettlichen Blättern sorgt ein Olivenbaum für Urlaubsstimmung auf Terrasse und Balkon. Sollte dieser mediterrane Strauch mit der Zeit zu groß für das Gefäß werden, muss der Olivenbaum umgetopft werden.

Der Topf-Olivenbaum (Olea Europaea) bringt mediterrane Atmosphäre auf Balkon und Terrasse. Damit er gesund und kräftig wächst, müssen Sie ihn zum richtigen Zeitpunkt fachmännisch umtopfen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese beliebte Kübelpflanze am besten in einen neuen Topf setzen und geben Ihnen praktische Tipps für die Pflege.

Wann sollte man einen Olivenbaum umtopfen?

Der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen hängt vom Wachstum des Olivenbaums ab. Junge Olivenbäume wachsen schneller und benötigen daher in kürzeren Abständen ein neues Gefäß. Eine allgemeine Regel besagt, dass der Olivenbaum umgetopft werden muss, sobald der Durchmesser der Krone größer ist als der des Topfes.

Auch wenn Wurzeln aus dem Abflussloch des Topfes herausragen, ist dies ein deutliches Signal. Idealerweise führen Sie das Umtopfen kurz vor der neuen Vegetationsperiode durch, also am Ende des Winters oder zu Beginn des Frühlings. Die Pflanze widmet ihre Wachstumsenergie dann der Wurzelbildung. Sie können die Olive auch vor dem Überwintern umtopfen. Sie müssen dann frische Erde ohne Nährstoffe verwenden. Andernfalls könnte der Olivenbaum während der Winterruhe austreiben. Dies schwächt es und macht es anfällig für Krankheiten. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich beim Gießen stehendes Wasser bildet, das die Wurzeln schädigt.

Der richtige Topf für den Olivenbaum

Idealerweise besteht der Topf aus Terrakotta oder Ton, denn dort wird die Feuchtigkeit der Erde auf natürliche Weise reguliert. Die Gefahr einer Wasserstagnation wird verringert und das Wurzelklima verbessert. Wenn Sie sich für einen Kunststofftopf entscheiden, achten Sie darauf, dass das Wasser gut abfließen kann, um Stagnation zu vermeiden.

Wenn Sie den Olivenbaum umtopfen, wählen Sie einen Topf, dessen Durchmesser etwa vier Zentimeter größer ist als der des vorherigen Topfes. Wenn Sie einfach möchten, dass der Olivenbaum frische, nährstoffreiche Erde erhält, aber nicht mehr wächst, können Sie denselben Topf wiederverwenden. Der Baum hat dann alles, was er braucht, um gesund zu bleiben, aber er wächst nicht.

Am besten pflanzt man den Olivenbaum in einen Terrakotta-Behälter, um ein gutes Wurzelklima zu erhalten – was auch perfekt zum Aussehen dieser mediterranen Pflanze passt.

Welcher Boden für den Olivenbaum?

Die mediterrane Pflanze benötigt ein durchlässiges Substrat, das den Wurzeln guten Halt bietet. Eine Möglichkeit besteht darin, Gartenerde mit Sand, Holz- oder Kokosfasern, Ton, Rindenhumus, Kompost und Algenkalk zu vermischen. Gartenerde und Kompost machen den Großteil der Mischung aus, jeweils etwa ein Drittel. Benötigt werden zehn Prozent Algenkalk, der Rest sind Füllmaterialien (Kokos- oder Holzfasern). Dadurch entsteht ein gut strukturiertes Substrat, in dem die Wurzeln Halt und Nährstoffe finden. Im Fachhandel gibt es auch Zitrus-Blumenerden, die recht teuer und nicht unbedingt notwendig sind, wie im Artikel „Spezielle Blumenerden: Welche sind wirklich notwendig?“ gezeigt wird. Sie können für Topfpflanzen auch Blumenerde verwenden, die Sie mit kohlensäurehaltigem Kalk und Blähton vermischen.

Wie kann man einen Olivenbaum umtopfen?

  1. Partnerarbeit.
  2. Ziehen Sie den Olivenbaum vorsichtig nach oben, um ihn aus dem Topf zu nehmen.
  3. Wenn der Topf schwer ist, stellen Sie die Pflanze ab.
  4. Wenn die Wurzeln an der porösen Terrakotta kleben bleiben, führen Sie vorsichtig ein Messer zwischen die Innenwand des Topfes und den Wurzelballen. Achten Sie darauf, die Wurzeln nicht zu sehr zu beschädigen.
  5. Klopfen Sie das verbrauchte Substrat vom Wurzelballen ab und reinigen Sie das Wurzelsystem.
  6. Schneiden Sie faule und verkümmerte Wurzelteile ab.
  7. Soll die Olive nicht weiter wachsen, kürzen Sie die Feinwurzeln und pflanzen Sie sie anschließend in den gleichen Topf mit neuer Blumenerde um.
  8. Decken Sie den Topfboden mit einer Tonscherbe ab und fügen Sie eine Drainageschicht aus Blähton, Kies oder Kies mit einer Dicke von höchstens fünf Zentimetern hinzu.
  9. Legen Sie ein durchlässiges Vlies über die Drainage und füllen Sie anschließend eine Schicht Erde ein.
  10. Anschließend stellen Sie den Olivenbaum in die Mitte und füllen ihn rundherum mit Substrat auf. Stampfen Sie den Boden von Zeit zu Zeit fest.
  11. Zum Schluss gießen Sie die Pflanze.

Olivenbäume sind sehr beliebte Kübelpflanzen, die eine mediterrane Atmosphäre auf Balkon und Terrasse bringen. Damit kleine Bäume ihre Form behalten und ihre Krone buschig wird, müssen sie richtig beschnitten werden.