Der Einsatz selbstgemachter Pflanzenpflegemittel sollte mit Bedacht angegangen werden. Ich selbst benutze sie regelmäßig. Und viele von ihnen funktionieren. Sie sind günstiger und sicherer für unsere Blumen und stehen den im Laden gekauften Gegenstücken in nichts nach.

Das Internet ist voll von Tipps und Tricks zur Pflege von Zimmerpflanzen. Einige davon sind völlig berechtigt, andere sind wiederholte Mythen, die schädlich sind oder keine Ergebnisse bringen. Welche funktionieren und welche sind gefährlich für Pflanzen?

Zimmerpflanzen gegen Milch

Zum Gießen von Pflanzen findet man oft Ratschläge: Verwenden Sie Milch statt Wasser. Dies ist aus mehreren Gründen keine gute Idee. Erstens kann dies dazu führen, dass die Wurzeln nicht die richtige Menge Wasser aus dem Boden aufnehmen können.

Darüber hinaus verdirbt Milch außerhalb des Kühlschranks schnell – wenn man sie in die Erde gibt, können die Pflanzen schädlichen Bakterien und Pilzen sowie unangenehmen Gerüchen aus den Töpfen ausgesetzt werden. Darüber hinaus enthält dieses Getränk viel Kalzium und ist daher nicht für Pflanzen geeignet, die ein saures Substrat bevorzugen, was wir oft vergessen.

Es lohnt sich, diese Idee auszuprobieren, allerdings in einer weniger radikalen Variante – zum Beispiel alle ein bis zwei Monate die Pflanzen mit Wasser unter Zugabe einer kleinen Menge Milch zu gießen.

Kartoffelbrühe

Das Wasser, das nach dem Kochen von Kartoffeln und anderem Gemüse übrig bleibt, enthält wertvolle Mikroelemente und Stärke, daher lohnt es sich, die Pflanzen von Zeit zu Zeit damit zu gießen. Dadurch werden die im Boden enthaltenen Mikroorganismen stimuliert. Aber es gibt einen Haken! Dieses Wasser sollte kein Salz enthalten! Doch viele von uns können sich Gemüse ohne den Zusatz dieses Gewürzs nicht vorstellen.

Zwiebel und Knoblauch

Knoblauch und Zwiebeln werden manchmal als Heilmittel gegen Schädlinge empfohlen, die Pflanzen befallen. In der Regel ist dieser Rat gar nicht so schlecht, es wird noch schlimmer, wenn man ihn befolgt. Geben Sie keine Stücke dieses Gemüses in die Erde in Töpfen, da diese mit der Zeit anfangen zu verderben und zu schimmeln, was auch den Pflanzen schaden kann. Es ist für Pflanzen viel rentabler und sicherer, daraus einen Sud zuzubereiten.

Kaffeesatz zur Düngung von Pflanzen

Sie können Kaffeesatz zu säureliebenden Pflanzen, Azaleen oder Farnen hinzufügen. Die Reste des Koffeingetränks enthalten viele wertvolle Stoffe, die für das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen notwendig sind. Kaffeesatz kann direkt auf das Substrat gegeben und dann mit der obersten Erdschicht vermischt werden. Dies ist eine natürliche und effektive Möglichkeit, die Erde in Ihrem Topf anzureichern. Es ist jedoch wichtig, den Kaffeesatz zu trocknen, um Schimmel vorzubeugen.

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Alternativ können Sie Flüssigdünger herstellen. Es reicht aus, 1-2 TL in ein Glas zu gießen. Kaffeesatz, dann mit Wasser auffüllen. Dann sollten Sie warten, bis die Körner aufquellen. Zum Schluss seihen Sie die Mischung einfach durch ein Sieb und gießen Sie damit Ihre Pflanzen. Es ist jedoch zu bedenken, dass nicht alle Zimmerpflanzen gut auf Kaffeesatz reagieren. Dieser Haushaltsreiniger ist für Pflanzen geeignet, die eine saurere Umgebung bevorzugen.

Eierschale

Eierschalen, die reich an Kalzium und anderen wertvollen Mineralien sind, gelten als vorteilhaft für Pflanzen. Leider können sie in manchen Fällen Pflanzen schädigen und ihr Wachstum einschränken. Bei säureliebenden Pflanzen wie Azaleen oder Farnen sollten Sie am besten keine Eierschalen verwenden. Wenn sie dem Boden zugesetzt werden, verstärken sie die Reaktion des Bodens und führen zu schlechtem Wachstum, Verfall und größerer Anfälligkeit für Krankheiten.

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Mayonnaise und Bier für Blattglanz

Manche Menschen verwenden diese Produkte, um Glanz, Pflege und „Schutz“ vor Staub zu verleihen. Und das schadet tatsächlich den Pflanzen. Auf Pflanzen aufgetragene Mayonnaise verstopft die Spaltöffnungen in den Blättern und erschwert ihnen das Atmen und Transpirieren. Darüber hinaus beginnt Mayonnaise unter warmen häuslichen Bedingungen schnell zu verderben, was mit einem unangenehmen Geruch einhergeht. Das Bier wiederum bleibt nach dem Trocknen an den Blättern haften, wodurch diese den Staub wie ein Magnet anziehen.

Womit lassen sich Blätter glänzen? Es lohnt sich, Wasser mit etwas Öl zu probieren. Die Blätter können auch mit der Innenseite einer Bananenschale eingerieben werden.