Seit dem Frühjahr fliegen Pollen durch die Luft und reizen die Bindehaut und Schleimhäute stark. Dies führt zu tränenden Augen und einer laufenden Nase. Doch auch im Haus lauern Gefahren. Bei vielen Menschen kommt es regelmäßig zu allergischen Reaktionen auf Hausstaub, was das Putzen für Allergiker zu einer Qual und Belastung macht.

Es stellt sich also die Frage: Was sollten Allergiker bei der Reinigung beachten? Ich erkläre, wie man beim Frühjahrsputz Pollen und Hausstaub reduziert.

Es empfiehlt sich, Räume wie Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer regelmäßig und in einer bestimmten Reihenfolge zu reinigen. Der Boden sollte immer zuerst gesaugt und dann gewischt werden. Dies hat den Vorteil, dass der Staub beim Gehen im Raum nicht immer wieder aufsteigt und sich wieder auf dem frisch gewaschenen Boden absetzt.

Verwenden Sie einen Staubsauger mit Filter

Auch Allergiker sollten bei der Auswahl eines Staubsaugers vorsichtig sein. Besser ist es, einen Staubsauger mit HEPA-Filter zu wählen, dank dem ein Großteil der aufgesaugten Allergene nicht sofort mit der Abluft des Gerätes ausgeblasen wird.
Am besten eignen sich Filter der Klasse 13, die 99,95 % des Staubs auffangen. Filter der Klasse 11 wirken auch gegen Hausstaubmilben, Pollen usw., wobei 95 % der Allergene im Staubsauger verbleiben. Auch Staubsauger mit Wasserfilter sind eine kluge Investition.

Die Schwachstellen beim Staubsaugen sind Saugrohr, Gehäuse und Schlauch. Die größte Gefahr für Allergiker besteht jedoch im Wechsel des Staubsaugerbeutels. Diese Aufgabe sollte jemand anderem überlassen werden.

Vorsicht bei langflorigen Teppichen

Auch bei Teppichen ist Vorsicht geboten. Hier sammelt sich viel Staub an. Menschen, die zu allergischen Reaktionen neigen, sollten daher auf langflorige Teppiche verzichten. Eine bessere Alternative sind kurzflorige Teppiche, die allerdings regelmäßig und gründlich gesaugt werden sollten.

Im Flur ist die Pollenbelastung am höchsten

Nicht nur der Boden sammelt Staub. Auch glatte Oberflächen müssen regelmäßig gereinigt werden. Allergiker sollten hierfür hypoallergene Tücher, Mikrofasertücher oder Feuchttücher verwenden.

Ein weiterer Tipp, den Allergiker bei der Reinigung beachten sollten, ist das regelmäßige Waschen der Böden im Eingangsbereich. Denn Kleidung und Schuhe mit anhaftenden Pollen bleiben im Flur liegen. Dadurch ist der Flur besonders stark mit Allergenen belastet. Hier sollte der Boden täglich gesaugt und gewischt werden.

Regelmäßig lüften

Was ist mit schmutzigen Fensterscheiben? Beim Fensterputzen sind vor allem die Wettervorhersage und die Tageszeit wichtig. Wenn Sie zu Allergien neigen, lohnt sich ein Blick auf den „Allergieindex“ des Wetterdienstes. So können Sie den optimalen Zeitpunkt für die Reinigung mit einem Minimum an Allergenen bestimmen. Denken Sie daran, dass die Pollenkonzentration frühmorgens von 6:00 bis 10:00 Uhr und abends von 18:00 bis 22:00 Uhr am höchsten ist.

Unabhängig von der gewählten Zeit muss der Raum gut belüftet sein. Denn Staub bindet sich bei höherer Luftfeuchtigkeit besser. Auf diese Weise kann eine allgemeine Reinigung ohne allergische Reaktion durchgeführt werden.