Bevor Sie es merken, werden Ihre geliebten Pflanzen von wahren Armeen lästiger Schädlinge befallen, die Ihre Pflanzen aussaugen, als ob sie hungern würden. Wir erklären Ihnen die einfachen Tipps, um unerwünschte Blattläuse loszuwerden.

Wie erkennt man Blattläuse?

Ob es sich um Topfpflanzen oder Blumenbeete handelt, Blattläuse hinterlassen unbestreitbare Schäden an Ihren Pflanzen. Blattläuse besiedeln in ganzen Gruppen Garten- oder Topfpflanzen und fressen gnadenlos das saftige Grün und saugen die Pflanzen genüsslich aus. Obwohl Blattläuse recht klein sind, sind sie aufgrund ihrer großen Anzahl und ihrer Hinterlassenschaften leicht zu erkennen. Schädlinge können schwarz, weiß, rot oder grün, gelb und weiß sein und nur ein bis zwei Millimeter groß sein.

Im Allgemeinen sind diese Insekten unter den Blättern zu finden, wo sie sich mit ihrem Rüssel in den Adern verankern. Der Honigtau, den sie hinterlassen, ist unbestreitbar. Dadurch wird die Umgebung der Pflanzen mit einer klebrigen, glitzernden Spur verschmutzt. Man erkennt Blattläuse auch an ihren verfärbten, ausgetrockneten und gekräuselten Blättern. Selbstverständlich erfahren Sie bei uns auch, wie Sie Honigtau ganz einfach entfernen.

Hausmittel und einfache Tipps, um Blattläusen den Kampf anzusagen

Um Blattläuse effektiv loszuwerden, gibt es unterschiedliche Maßnahmen. Wie Sie vorgehen, hängt unter anderem davon ab, ob es sich um eine befallene Zimmerpflanze oder eine Gartenpflanze handelt.

1. Reinigt von Blattläusen befallene Pflanzen

Entfernen Sie zunächst alle befallenen Blätter und schneiden Sie diese möglichst vollständig ab. Dann müssen Sie die Pflanze mit einem kräftigen Wasserstrahl überschütten. Bei kleinen Pflanzen können Sie dies unter der Dusche tun, für größere Pflanzen ist der Gartenschlauch jedoch ideal.

2. Bringen Sie Zimmerpflanzen nach draußen

Wenn Ihre Zimmerpflanze befallen ist, reicht es manchmal aus, sie einige Tage im Freien zu parken. Dort warten nicht nur andere Insekten und schlemmen sich an der Blattlausmahlzeit, sondern viele Blattläuse schätzen es einfach nicht, außer Haus zu sein.

3. Mit Hausmitteln behandeln

  • Schmierseife oder Kaliseife: Bereiten Sie eine Mischung aus etwa 20 Gramm Spülmittel und einem Liter Wasser vor. Besprühen Sie die infizierte Pflanze einfach mit einer Sprühflasche mit dieser Mischung. Um auf der sicheren Seite zu sein, gehen Sie am besten vorsichtig vor und behandeln Sie zunächst ein Blatt, um zu prüfen, wie die Pflanze es verträgt. Manche reagieren sehr empfindlich darauf.
  • Ein Sud aus Knoblauch: Man kocht etwa zwei Wochen lang einen Liter Wasser mit zwei geschälten und gehackten Knoblauchzehen. Anschließend kann die Pflanze auch mit dieser Mischung besprüht werden. Blattläuse mögen überhaupt keine ätherischen Knoblauchöle. Sie können den Vorgang auch mit Zwiebeln durchführen. Kochen Sie dazu eine in kleine Stücke geschnittene Zwiebel in einem Liter Wasser etwa 30 Minuten lang und verwenden Sie den gewonnenen Zwiebelsaft zur Bekämpfung von Blattläusen. Diese Variante eignet sich besonders gut für Gartenrosen.
  • Milch: Wenn Sie eine Mischung aus Milch und Wasser im Verhältnis 1/2 auf der vakuumierten Pflanze verteilen, werden Sie Blattläuse sehr schnell los, denn der Säuregehalt der Mischung ist für Ungeziefer tödlich.
  • Rapsöl: In fünf Liter Wasser mischt man etwa 90 Milliliter Rapsöl und trägt es auf die befallene Pflanze auf. Fügen Sie vorzugsweise eine kleine Menge Spülmittel hinzu, damit sich Wasser und Öl vermischen. Das Öl erstickt die Insekten einfach und sorgt dafür, dass etwaige Nachkommen an den rutschigen Blättern keinen Halt mehr finden.
  • Essig: Essig tötet Läuse zwar nicht wirksam ab, beugt aber einem erneuten Befall vor. Essig sollte auf jeden Fall nur mit Wasser verdünnt verwendet werden, da er sonst auch die Pflanze angreift. Es empfiehlt sich, einen halben Liter Essig mit 4,5 Liter Wasser zu mischen.
  • Brennnessel: Sie übergießen einen halben Eimer Brennnesselblätter mit Wasser und lassen es 48 Stunden lang mazerieren. Der Geruch und Wirkstoff dieser Abkochung vertreibt schädliche Insekten, nachdem Sie Ihre Pflanze damit besprüht haben. Es ist auch ein ausgezeichneter Dünger.

Wie kann ich einem Läusebefall vorbeugen?

Solange Sie gesunde, kräftige Pflanzen anbauen, ist das Risiko, von Blattläusen befallen zu werden, bereits deutlich geringer. Im Garten empfiehlt es sich, Pflanzen im Gemisch anzubauen und nicht viele identische Pflanzenarten in unmittelbarer Nähe zu platzieren. Es empfiehlt sich, Lavendel, Thymian sowie Rosmarin, Salbei und Bohnenkraut zwischen Zierpflanzen zu platzieren, da diese Pflanzen Blattläuse überhaupt nicht mögen. Im Innen- und Außenbereich ist die Behandlung mit Pflanzenöl sehr vielversprechend. Der Ölfilm unterbricht die Sauerstoffzufuhr und führt zum schnellen Absterben etwaiger Blattlaus-Eier.

Diese Pflanzen sind besonders anfällig für Blattläuse:

  • Kulturpflanzen: Apfelbäume, Gurken, Bohnen, Erdbeeren, Paprika, Salate.
  • Zierpflanzen: Jasmin, Engelstrompeten, Viburnum, Rosen.
  • Zimmerpflanzen: Orchideen, Petunien, Palmen, Clematis, Bambus.