Geduld ist eine Tugend, die nicht jeder besitzt, wenn es darum geht, einen Garten anzulegen oder umzugestalten. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, gibt es ein paar Tipps. Mit diesen Tipps wird Ihr Garten schneller fertig.

Wenn man sie abends pflanzt, sind sie morgens in den Himmel gewachsen.“ Viele Menschen kennen das Märchen von Hans und der Bohnenranke, aber leider gibt es immer noch keinen Zauber, der unsere Pflanzen über Nacht zu Riesen werden lässt. Geduld ist immer eine Tugend, die wir gerade als Gärtner ständig üben müssen – ein wenig „listig“ können wir aber schon.

1. Hastiger Sichtschutz

Viele Gartenbesitzer wünschen sich einen zweiten Sitzplatz in einer intimen Ecke am Gartenrand, doch oft fehlt es noch an Sichtschutz. Es dauert viel zu lange, bis Hecken oder Bäume eine ausreichende Höhe erreichen. Ideal ist es, fertige Matten oder Korbelemente im Baumarkt zu kaufen. Sie sehen natürlich aus und passen problemlos überall hin.

2. Blühende Sträucher für alle Lebenslagen

Beim Kauf sind die Sträucher oft noch recht niedrig und es kann Jahre dauern, bis sie die gewünschte Höhe erreichen. Die beste Kaufgröße liegt zwischen 100 und 150 Zentimetern. Darüber hinaus gibt es Arten, die es von Natur aus eilig haben, größer zu werden. Dazu gehören einfache, aber wirkungsvolle Blütensträucher wie Sommerflieder, Forsythie, Blutjohannisbeere, Duftjasmin oder Kolkwitzie. Der Nachteil von schnellwüchsigen Sträuchern, die meist häufiger beschnitten werden müssen, wird durch ihren Preis ausgeglichen: Sie sind günstig, weil sie in der Baumschule schnell herangezogen werden können.

3. Schneller Erfolg in Ihrem Garten dank Rollgras

Wenn Sie sich entschieden haben, eine Rasenfläche anzulegen, möchten Sie nicht lange auf einen grünen Teppich warten. Rollrasen ist sicherlich teurer als selbst gesäter Rasen, aber am schnellsten. Sobald der Rollrasen fertig ist, sollten Sie auch keine Zeit mit dem Verlegen verschwenden, da die Rollrasen sonst anfangen zu faulen. Der Boden muss zunächst mit einer Rasenwalze gelockert, geebnet und vorverdichtet werden. Nach dem Rollen gut wässern. Es dauert nur einen Tag, den Boden vorzubereiten und einen begehbaren Rasen zu erhalten. Im Vergleich dazu benötigt gesätes Gras je nach Wetterlage etwa vier bis sechs Wochen bis zum ersten Mähen. Bis das Gras sehr dicht ist, sind noch mehrere Wochen Mähen erforderlich. Rollrasen gibt es als Zierrasen, Spielrasen oder Schattenrasen.

4. Einfache DIY-Treppe

Hänge und Böschungen werden durch Gartentreppen erschlossen. Werden sie nicht allzu häufig eingesetzt, genügen sogenannte Protokollschritte. Für die Installation ist weder ein Bagger noch der mühsame Transport von Steinen erforderlich. Die Stufen werden mit einem Spaten auf die Stufenhöhe vorgeformt. Die vertikalen Wände werden dann von Holzstämmen getragen, die wiederum von Pfählen getragen werden. Kies auf den Stufen verhindert, dass diese bei Regen verschmutzen.

5. Bunte Blumenbeete im Handumdrehen

Sie haben eine große kahle Fläche, die Sie schnellstmöglich in ein Blumenmeer verwandeln möchten? Mit Blumenwiesenmischungen wird Ihr Traum in nur vier bis sechs Wochen wahr. Vor der Aussaat Ende April/Anfang Mai den Boden lockern, Samen aussäen, leicht harken, gießen – fertig! Achten Sie beim Keimen jedoch darauf, dass das Saatbett nicht austrocknet. Die ersten Arten blühen bereits nach einem Monat. Die Mahd erfolgt im Juni und September. Kleinere Flächen können mit einjährigen Sommerblumen geschmückt werden, die ab Mai in voller Blüte erworben werden können. In nur wenigen Stunden entsteht ein farbenfrohes Sommerblumenbeet.

6. Fast Skies: Kletterpflanzen für schnellen Erfolg im Garten

Eine Laube oder ein Pavillon ist nur mit Kletterpflanzen wirksam. Sie tragen dazu bei, dass die intime Ecke nicht leer ist. Einjährige Kletterpflanzen wie Ipomoea (Ipomoea), Feuerbohne (Phaseolus), Duftwicke (Lathyrus odoratus) oder Kapuzinerkresse (Tropaeolum) wachsen und blühen am schnellsten. Für einen schnellen Start und eine üppige Blüte benötigen sie viel Wasser und eine regelmäßige Zufuhr von Dünger. Mehrjährige Kletterpflanzen wie Hopfen (Humulus lupulus), Geißblatt oder Waldrebe lösen nach der ersten Saison die einjährigen Himmelspflanzen ab und sorgen für eine nachhaltige Begrünung.

7. Schnell wachsende Hecken

Schnell wachsende Hecken sorgen schon nach wenigen Jahren für einen zuverlässigen Sichtschutz am Gartenrand. Neben dem Lebensbaum (Thuja) und der Scheinzypresse (Chamaecyparis) gibt es auch schnell wachsende Laubhecken wie Liguster (Ligustrum vulgare) oder Feldahorn (Acer campestre). Sie sind kostengünstig, erfordern jedoch beim Pflanzen einen erheblichen Rückschnitt, um eine möglichst dichte Bepflanzung zu gewährleisten. Gärtnereien bieten auch bereits gebrauchsfertige Heckenelemente mit einer Höhe von rund zwei Metern aus den beliebtesten Heckenpflanzen an.

8. Bewegliche Blumensterne

Die Pflasterung der Terrasse ist fertig, das neue Wohnzimmer ist schon da – es fehlt nur noch ein Blumendekor. Viele unserer Gartenpflanzen, wie zum Beispiel Hortensien, fühlen sich auch in großen Töpfen wohl und bereichern die Sitzecke über Nacht mit frischem Grün und großen Blüten. Sie können je nach Bedarf den Platz wechseln und bleiben das ganze Jahr über im Topf. Auch mediterrane Kübelpflanzen wie Oleander, Engelstrompete oder Lavendel versprechen prächtige Blüten. Allerdings sind sie nicht kältebeständig und müssen im Herbst vor Frost geschützt werden.

9. Im Handumdrehen ist die Oberfläche dicht

Bodendecker sind die beste Wahl für alle, die große Flächen attraktiv bepflanzen, aber keinen Rasen nutzen möchten. Es gibt Arten, die schon nach kurzer Zeit die gesamte Beetoberfläche bedecken und das Unkraut für lange Zeit ersticken. Viele Storchvogelarten benötigen nur wenige Jahre, um Flächen dicht zu begrünen. Frauenmantel (Alchemilla), Golderdbeere (Waldsteinia ternata), Rote Lysimachia (Lysimachia nummularia) oder Immergrüner Efeu eignen sich gut für die Unterpflanzung von Bäumen. Je nach Größe und Wuchs der Art sollten zwischen vier und zwölf Pflanzen pro Quadratmeter vorhanden sein.

10. Ein praktischer Blickfang vor kahlen Wänden

Vor den Garagenwänden, der Hauswand in Terrassennähe oder den Sichtschutzwänden lässt sich mit alten Obstkisten im Handumdrehen ein flexibles Regal montieren. Keine Nägel oder Hämmer nötig. Die Kisten werden entweder vertikal oder quer nebeneinander aufgestellt, so dass jede Kiste stabil steht. In den verschiedenen Fächern finden blühende Topfpflanzen, Dekoration oder praktische Gartenutensilien Platz. Die Kisten können auch jederzeit verschoben werden – und nach Wunsch in verschiedenen Farben bemalt werden.